Frauen Union: "Einmal im Jahr Freude machen"
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 8. Dezember 2001
Von Daniel Klause / Neuenhaus Es war vier Jahre nach der Gründung der Frauenunion in Neuenhaus, als Elisabeth Mörschner im Jahr 1976 auf die Idee kam, den Bewohnern des Altenheims Haus Hilten einmal im Jahr, immer zu Nikolaus, eine kleine Freude zu machen und sie zu einer kleinen Feier einzuladen. ,Damals war die Lebenssituation im Altenheim noch nicht so gut wie heute", berichtet Charlotte Brenner, seit einigen Jahren Vorsitzende der Frauenunion. Aus Erzählungen der Gründerin der Initiative und der anderen CDU-Frauen, die von Anfang an dabei waren, weiß sie, wie sich die alten Menschen freuten, wenn die CDU-Frauen selbst gebackenen Kuchen, echten Bohnenkaffee, weihnachtlichen Tischschmuck und kleine Geschenke mitbrachten.
Idee der Nikolausfeier war es aber nicht nur, die Senioren zu verwöhnen, sondern bei ihnen auch Erinnerungen an die Kindheit wachzurufen. Deshalb gehört zur Nikolausfeier auch das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern und das Vortragen von Weihnachtsgedichten und kleinen Geschichten, die viele der Bewohner des Altenheims selbst in ihrer Kindheit gelernt haben.
Auch am Donnerstag bereiteten wieder acht CDU-Frauen den alten Menschen im Haus Hilten eine Überraschung mit kleinen Geschenken zum Nikolaus. Zum runden Jubiläum durften sich die Aktiven der Frauenunion zudem darüber freuen, selbst einmal Gast zu sein, denn diesmal hatte die Heimleitung eingeladen.
Während sich die Lebenssituation für die Bewohner des Altenheims deutlich verbessert hat, beobachten die CDU-Frauen nach den Worten ihrer Vorsitzenden, dass in den vergangenen Jahren immer weniger Senioren zur Nikolausfeier kommen. Als Grund nennt Brenner die Pflegeversicherung. ,Vor Jahren gab es wesentlich mehr aktive Senioren, die heute zu Hause versorgt werden, bis sie voll pflegebedürftig werden." Die Anzahl der Teilnehmer an der Feier sei von 30 zu Beginn auf heute noch etwa 15 zurückgegangen. Aber auch diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr teilnehmen können, müssen nicht ganz auf die Nikolausüberraschung verzichten. ,Wir besuchen die Bewohner auch in ihren Zimmern, um ihnen die Geschenke zu übergeben", sagt Brenner.