Antrag der CDU-Fraktion im Rat der Samtgemeinde Neuenhaus zur Schulausschußsitzung am 07. Dezember 2000

Antrag der CDU-Fraktion im Rat der Samtgemeinde Neuenhaus zur Schulausschußsitzung am 07. Dezember 2000
zu Top 3: Satzung zur Festlegung eines gemeinsamen Schulbezirkes / Problematik Schulküche

Die CDU-Fraktion stellt folgenden Antrag:
Der Schulausschuß möge beschließen:

1. Die Eltern können frei entscheiden, ob sie ihr Kind an der Grundschule Neuenhaus oder an der Grundschule Lage einschulen. Kapazitätsgrenzen werden zunächst nicht festgelegt.

2. Der vorgelegte Satzungsentwurf zur Festlegung eines gemeinsamen Schulbezirkes wird unter Einbeziehung von Vertretern der Eltern in dem vorgeschlagenen Arbeitskreis diskutiert, um Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten, den Bestand der kleinen Grundschulen bei rückläufigen Schülerzahlen zu sichern.

3. Sollte aufgrund steigender Schülerzahlen zum 01.08.2001 an der Grundschule Neuenhaus Raumbedarf für eine 14. Klasse entstehen, so sind entsprechende Räumlichkeiten an der Grundschule Neuenhaus zu schaffen.

4. Die Schulküche der KGS bedarf dringend der Erneuerung. Ein Neubau der Schulküche an der KGS kommt jedoch aus finanziellen Gründen nicht in Betracht. Daher wird die Verwaltung beauftragt kurzfristig folgende Möglichkeit – insbesondere auf ihre Finanzierbarkeit – zu prüfen: Auslagerung der Schulküche in das Gebäude der Vorschule zum 01.08.2002 oder früher

Begründung:
-Sofern für die Grundschule Neuenhaus zusätzlicher Raumbedarf entsteht, könnte die Unterbringung– spätestens ab dem 01.08.2002 – in den Räumen der Vorschule erfolgen. Entsteht bereits zum 01.08.2001 der Raumbedarf und scheidet eine frühere Auslagerung der Schulküche in das Gebäude der Vorschule aus, so kann für den Zeitraum von einem Jahr ein Schulpavillion an der Grundschule aufgestellt werden.
– Durch die Auslagerung der Schulküche aus dem Gebäude der Grundschule könnte der Grundschule Neuenhaus zusätzlicher Raum zur Verfügung gestellt werden. Langfristig könnte auch der Schulkindergarten in das Gebäude der Grundschule verlagert werden und die Vorschule – inkl. Schulküche – vollständig durch die KGS genutzt werden.

Schulküche KGS / Raumprobleme Grundschule

Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Problem Grundschule / Schulküche
(Vorgetragen in der Schulausschusssitzung vom 7.12.2000 von Wolfgang Ledebur)
Nach der letzten Sitzung des Schulausschusses, als es um eine Lösung für die Schulküche ging, lag ein Gutachten vor, in dem dieses Problem im Zusammenhang mit der Schülerentwicklung in Neuenhaus und Lage betrachtet wird. In Lage ist schon damals massiv Stimmung gemacht worden, bevor die Politik sich überhaupt dazu geäußert hat. Über die Vorgehenesweise und vor allen Dingen über die Berichterstattung will ich mich jetzt nicht noch einmal auslassen, weil ich das schon damals getan habe, sondern nur sagen: so etwas fördert nicht gerade den Wunsch, vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.
Auf dieser Sitzung ist von Herrn Tiemann als Vertreter der Regierung ein Vorschlag gemacht worden, der einen gemeinsamen Schulbezirk für die Grundschulen Neuenhaus und Lage vorsieht, wobei vorgesehen war, dass in Neuenhaus maximal drei und in Lage maximal eine Klasse pro Jahrgang gebildet werden dürfen. Damit wären auf elegante Art und Weise zwei Probleme zugleich gelöst:
1. Die Schülerzahl, die dazu führen würde, dass in den Jahren 2003 bis 2006 bei 12 vorhandenen Klassenräumen bis zu 14 Klassen gebildet werden müssten, würde soweit reduziert, dass die Raumkapazitäten ausreichten, wenn man den vorhandenen Musikraum als Klassenraum benutzte.
2. Gleichzeitig läuft die Grundschule Lage, die vor kurzer Zeit grundrenoviert wurde und allen Ansprüchen genügt, Gefahr, zu wenig Schüler zu haben, um ihren Fortbestand zu sichern. In der fraglichen Zeit, in der die Grundschule Neuenhaus zu klein werden könnte, hat Lage noch ausreichend Kapazitäten frei, um so viele Schüler aufnehmen zu können, dass in Neuenhaus kein Raumbedarf mehr besteht.
Nun haben sich Eltern aus Neuenhaus gegen eine solche Lösung ausgesprochen, weil sie befürchten, dass Kinder gegen den Willen ihrer Eltern nach Lage geschickt werden. In der Tat müßte der Schulleiter in Neuenhaus Kinder nach Lage schicken, wenn an seinem Standort so viele Schüler angemeldet würden, dass er mehr als drei Klassen bilden müsste.
Nun gehen wir aber nicht davon aus, dass dieser Fall tatsächlich auch eintreffen wird, denn wenn die Vorzüge, die ein Besuch der Grundschule in Lage bringt, deutlich gemacht würden, wenn es einen Wettbewerb unter den Schulen gibt, dann sind wir der festen Überzeugung, wird es genügend Neuenhauser Kinder geben, die von ihren Eltern auf freiwilliger Basis in Lage eingeschult werden. Damit Freundschaftschaften, die häufig im Kindergarten entstehen, auch darüber hinaus fortgeführt werden können, müßte es für solche Kinder möglich sein, gleichberechtigt mit den Lager Kindern, den Kindergarten dort zu besuchen. Bei dem Wort Gleichberechtigung habe ich gemeint, dass Neuenhauser Kinder das gleiche Recht haben müßten die Vormittagsgruppe zu besuchen, wie die aus Lage. In diesem Fall wäre der Träger des Lager Kindergartens gefragt. Wenn Eltern also den Wunsch haben, ihre Kinder freiwillig in Lage einzuschulen, was übrigens auch jetzt schon möglich wäre, werden wir keine Hindernisse aufbauen, denn Freiheit und Freiwillikeit haben für uns immer und natürlich auch in dieser Frage einen hohen Stellenwert.
Nun könnte aber trotzdem der Fall eintreten, dass es in Neuenhaus zu viele Kinder gibt. Dann gilt das was ich eben über die Freiheit der Eltern gesagt habe natürlich immer noch, auch dann wollen wir nicht, dass Neuenhauser Kinder gegen den Willen der Eltern in Lage eingeschult werden, aber wir müssen dafür sorgen, dass die Kosten auch in diesem Falle in einem vertretbaren Rahmen bleiben. Angesichts der Tatsache, dass mittelfristig die Schülerzahlen wieder so weit absinken, dass wir bei den vorhandenen Kapzitäten sogar einen Überschuss an Klassenräumen haben werden, meinen wir Baumaßnahmen nicht verantworten zu können. Als wir in der Vergangenheit an die Grundschule angebaut haben, war abzusehen, dass es einen längerfristigen Bedarf gibt. Das ist jetzt nicht der Fall und deshalb ist auch die gleiche Maßnahme wie damals nicht sinnvoll. Wir würden für diesen Fall eventuell einen mobilen Klassenraum aufstellen wollen, aber wie gesagt, wir sind nicht sicher, ob das überhaupt notwendig sein wird. Möglich wäre ferner, eine Klasse für einen begrenzten Zeitraum nach Hilten auszulagern, da es dort freie Kapazitäten gibt, die aktiviert werden könnten und gleichzeitig viele Kinder aus Hilten kommen. Auf keinen Fall werden wir aber Kinder zwangverschicken.
Eltern haben nun auch die Befürchtung geäußert, dass es in Neuenhaus sehr große Klassen geben wird, wenn nur drei gebildet werden. Das wäre ja die Folge, wenn sich ausreichend viele Eltern dafür entscheiden würden, ihr Kind in Lage anzumelden. Diese Gefahr besteht in der Tat. Gerade ich als Lehrer weiß, dass man in kleineren Verbänden stressfreier und auch erfolgreicher arbeiten kann. Bei einer gründlichen Abwägung sind wir aber zu dem Schluss gekommen, dass in diesem Fall ein Jahrgang eben mit diesem Nachteil leben muß. Wir halten das für vertretbar, zumal sicher ist, dass dieser Zustand nicht sehr lange andauern wird und später sogar noch mehr Räume leer stünden. Die finanziellen Nachteile wiegen hier schwerer. Immerhin kann die Samtgemeinde schon nach dem momentanen Stand ihren Haushalt für das kommende Jahr nicht ausgleichen
Wir wollen bürgernahe Politik machen, aber gleichzeitig müsssen wir auch die finanziellen Folgen im Auge behalten: am einfachsten wäre es natürlich, wie der Weihnachtsmann möglichst alle Wünsche zu erfüllen, es wären alle zufrieden, nur die Kommune wäre sehr schnell pleite oder alle müßten Abgaben bzw Steuern in einer Höhe zahlen, die sie nicht mehr hinnehmen würden. Wenn wir andererseits nur nach finanziellen Gesichtspunkten entscheiden, dann müßten wir auf viele Leistungen verzichten, und wir würden als gewählte Vertreter der Bürger eine Politik gegen deren Interessen machen. Es gilt also einen Weg zwischen diesen beiden Extremen zu finden, wobei naturgemäß an jeder Position Abstriche gemacht werden müssen. Wir meinen, mit der von uns im Moment favourisierten Lösung einen für alle gangbaren und noch akzeptablen Weg gefunden zu haben
Das zweite Problem betrifft die Küche. Grundsätzlich will die CDU-Fraktion dieses Problem abschließend lösen. Es ist unter uns unstrittig, dass die über dreißig Jahre alte Küche in der Gundschule ersetzt werden muss und zwar so schnell es geht. Bevor wir jedoch einen endgültigen Beschluss fassen, sollten wir uns klarmachen, dass jede Lösung wahrscheinlich so lange Bestand hat, dass bei der nächsten Küchenerneuerung wohl keiner der hier anwesenden Ratsherren mehr diesem Gremium angehört; – weitere dreißig Jahre lang möchte ich das jedenfalls ganz sicher nicht, selbst wenn ich mit achtzig noch rüstig genug sein sollte. Ein Vorhaben, mit so langer Wirkung in die Zukunft sollte aber kein Schnellschuss, sondern will gut überlegt sein. Wir wollen deshalb auch zunächst einmal verschiedene Alternativen prüfen, bevor wir uns entscheiden.
Grundsätzlich gehören die Räume, die von ausschließlich einer Schule genutzt werden natürlich auch genau dorthin. Wir haben uns deshalb einmal erkundigt und eine Kostenschätzung ergab, dass es ca 1,1Mio DM kosten würde, die Küche bei der KGS komplett neu zu bauen. Der hohe Preis ist auch eine Folge des schlechten Untergrundes, der umfangreiche Gründungsmaßnahmen erfordern würde. Ob eine Aufstockung des bisherigen Kunst- und Werktraktes günstiger wäre, kann im Moment nicht gesagt werden, laut Auskunft der Schulleitung ist er beim Bau dafür ausgelegt worden. Beide Möglichkeiten sollten aber geprüft werden.
Von den Eltern ist nun eine weitere Variante ins Spiel gebracht worden und zwar die Auslagerung der Küche in das Gebäude der Vorschule. Zwei der drei dort vorhandenen Räume müßten für den Bau einer Küche groß genug sein. Natürlich wären umfangreiche Installationsarbeiten notwendig, aber davon m
üßten wir bei anderen Lösungen auch ausgehen, wie ich nachher noch erläutern werde. Wir hätten aber auf die Dauer ein separates Küchengebäude, das ausschließlich vo
n der KGS genitzt würde, wenn nämlich bei weiter sinkenden Schülerzahlen auch der Schulkindergarten, der zunächst noch in dem gleichen Gebäude untergebracht werden müßte, dann Platz in der Grundschule fände, wohin er ja eigentlich auch gehört.
Die beiden Vorschulklassen laufen definitiv im Jahre 2002 aus. Wenn wir die Küche schon im kommenden Jahr dorthin verlagern wollten, müßten sie ausgelagert werden. Platz gäbe es, laut Aufkunft von Eltern, in den Gebäuden der Spielkreise in Grasdorf und Hilten. Wenn dann aber die Küche in der Grundschule frei würde, dann gäbe es dort keine Raumprobleme. Auch diese Variante sollte geprüft werden, bevor wir entscheiden.
Die letzte Möglichkeit ist, die Küche in der Grundschule zu belassen. Das ist nach dem ersten Anschein die einfachste Lösung. Bei näherem Hinsehen werden dann aber die Schwierigkeiten sichtbar.
Da sind zunächst einmal didaktische und methodische Konzepte für das Fach Hauswirtschaft, die sich in den letzten dreißig Jahren nun einmal verändert haben. Während früher davon ausgagangen wurde, dass Schüler in Vierergruppen an einer Aufgabe arbeiten, sieht der Hauswirtsschaftsunterricht von heute Einzelarbeit an getrennten Arbeitsplätzen vor. An den Hauswirtschaftlichen berufsbildenden Schulen in Nordhorn ist diesen Konzepten schon Rechnung getragen worden. Alle fünf dort vorhandenen Räume sind so eingerichtet. Bei uns hat das nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die Möblierung einer Küche, sondern auch auf die Lage von Ver- und Entsorgungsleitungen. Ich habe das einmal auf einer Zeichnung gegenübergestellt und möchte Ihnen das kurz zeigen. Was dabei wichtig ist: die Größe des Raumes in der Grundschuleule reicht wahrscheinlich gar nicht aus, um dort 16 Arbeitsplätze nach modernen Richtlinien einzurichten
Zuletzt möchte ich noch eine persönliche Anmerkung machen, die ich mit meinen Fraktionskollegen nicht abgestimmt habe. Wir werden sehr viel Geld in die Renovierung der BE-Hallen und die Mietzahlungen dort stecken. Auch dort geht es um eine Festlegung für einen sehr langen Zeitraum. Danach gehören die Hallen immer noch der BE und wir haben all die Jahre dafür gesorgt, dass sie renoviert und instand gehalten werden. Wenn wir über die Küche entscheiden, geht es auch um einen längeren Zeitraum – ich erinnere noch einmal daran, dass die alte Küche über 30 Jahre gehalten hat. Wenn wir für die Küche neu bauen sollten, dann gehört uns das Gebäude, im Gegensatz zu BE-Lösung wenigstens. Wir sollten wirklich überlegen, ob wir mit halben Lösungen zufrieden sein können. Optimal wäre eine Auslagerung, am besten an die KGS. Wenn wir das rechtzeitig tun, könnten wir möglicherweise auch Gelder einsetzen, die wir jetzt für eine mobile Lösung bereitstellen wollen.
Die CDU-Fraktion möchte aber trotzdem möglichst bald zu einem Ergebnis kommen und deshalb die für die Küche vorgesehenen Mittel im Haushalt 2001 stehen lassen. Wir rechnen damit, dass wir sie auch dann im nächsten Jahr benötigen werden, wenn wir vor einer Entscheidung zunächst verschiedene Varianten prüfen. Dabei müssen auch die KGS, und vor allen Dingen die beteiligten Lehrkräfte frühzeitig beteiligt werden.
Die CDU-Fraktion im Samtgemeinderat Neuenhaus stellt deshalb folgenden Antrag:
(Der Antrag ist nachzulesen unter dem Beitrag von Ralf Pötter vom 7.12.)

Johann Arends als Ortsvorsitzender der CDU Neuenhaus wiedergewählt

– CDU will bei den Kommunalwahlen stärkste politische Kraft in Neuenhaus werden
– Ortsverband jetzt auch im Internet unter www.cdu-neuenhaus.de

Neuenhaus. Johann Arends wurde als Vorsitzender des CDU Ortsverbandes Neuenhaus einstimmig wiedergewählt. Am vergangenen Freitag fand in der Gaststätte Deutsches Haus in Neuenhaus die Jahreshauptversammlung des CDU Ortsverbandes mit Neuwahlen zum Ortsvorstand statt. Als stellvertretende Ortsvorsitzende stehen ihm Ralf Pötter und Wolfgang Ledebur zu Seite. Den geschäftsführenden Vorstand komplettieren Lambertus Lambers als Schatzmeister und Hendrik Jan Hesselink als Schriftführer.
In seinem Rechenschaftsbericht zog Arends eine positive Bilanz der Arbeit der CDU in Neuenhaus in den vergangenen zwei Jahren. Die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien, insbesondere mit den Grünen habe zu guten Entscheidungen in Stadt und Samtgemeinde geführt. Als besonderen Erfolg erwähnte Arends die Übertragung der Neuenhauser Abwasserbeseitigung auf den neuen Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZ), die von der CDU vorbereitet wurde. „Jetzt können Schulden von rund 8 Millionen Mark in der Samtgemeinde und den Mitgliedsgemeinden abgebaut werden und die Gebühr für die Bürger bleibt in den nächsten Jahren stabil", so Arends. Auch die Unterbringung der Feuerwehr in den ehemaligen Hallen der Bentheimer Eisenbahn sei von der CDU ausgegangen. Zwar sei dieses Thema später in den Fraktionen ebenso kontrovers diskutiert worden wie in der Bevölkerung, aber letztlich sei es der CDU gelungen, eine deutliche Minderung der Mietkosten zu erreichen.
Das Ziel im kommenden Jahr sei, so Arends, bei den Kommunalwahlen am 9. September 2001 stärkste politische Kraft in Neuenhaus zu werden. Die CDU in Neuenhaus werde darum kämpfen, die absolute Mehrheit im Samtgemeinderat zu halten und auch im Rat der Stadt Neuenhaus die stärkste Fraktion zu stellen. Gleichzeitig wird am 9.9.2001 in Neuenhaus auch erstmals ein hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister gewählt, der gleichzeitg Chef der Samtgemeindeverwaltung wird. Die CDU wird ihren Kandidaten für dieses Amt Anfang des Jahres 2001 der Öffentlichkeit präsentieren.
Der CDU Ortsverband Neuenhaus ist seit kurzem auch im Internet mit einer Homepage vertreten. Unter www.cdu-neuenhaus.de können Interessiere aktuelle Mitteilungen und Informationen über die CDU und ihre Funktions- und Mandatsträger abrufen.
Als Besitzer wurden in den Ortsvorstand gewählt: Charlotte Brenner, Hindrik Bosch, Jan-Eiko van Dorsten, Gerhard Jeurink, Friedrich Legtenborg und Bernhard Voshaar.

Pressemitteilung vom 27.11.2000

Kues: Ortsumgehung jetzt nicht aus den Fingern gleiten lassen

Neuenhaus/Berlin.-Das Aufrechterhalten der Klage des NABU gegen die Verwirklichung der Ortsumgehung Neuenhaus gemäß des Planfeststellungsbeschlusses hält der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues für einen Akt der Selbstbeschädigung des NABU und sei ein Wermuthstropfen in der Freude über die zugesagten Mittel aus Berlin. Er untergrabe zudem die Bereitschaft des Bundes, Geldmittel für Straßenbauvorhaben bereitzustellen, die noch nicht bis ins letzte gerichtsfest gemacht seien.
Mit einer solchen Politik beschädige der NABU sein in Naturschutzfragen anerkanntes Image, meint der Unionspolitiker. Es werfe auch kein gutes Licht auf die Region, wenn parteiübergreifend in Neuenhaus mit Unterstützung der Bundestagsabgeordneten der Region jahrelang intensiv um die Verwirklichung der Umgehung gekämpft werde, wenn gleichzeitig nach wie vor Querschüsse die Bemühungen untergräben. Die CDU-Fraktionsvorsitzende im Neuenhäuser Rat, Annelies Pötter, bedauerte, daß man sich zwar in der Stadt über alle Fraktionen einig sei, die Ortsumgehung so zu bauen, wie das Projekt jetzt planfestgestellt sei, daß aber von außen mittels Verbandsklage versucht werde, dies zu verhindern. Es sei zwar richtig, daß der Baubeginn durch die Klagen nicht verzögert werden könne, aber wer baut schon gern unter Vorbehalt. Beide Politiker gaben sich zuversichtlich, dass die zuständigen Behörden das Rückgrat hätten, "den Kopf hinzuhalten" für das gewisse Restrisiko. Die Signale, die er, Kues, aus dem Straßenbauamt erhalten habe, stützten diese Zuversicht. Noch sei das Geld nicht vom Bund bereitgestellt, denn die Zustimmung des Parlaments zum Haushaltsplan von Verkehrsminister Klimmt stehe noch aus. Er gehe aber davon aus, daß der Haushalt letztlich trotz der unterm Strich deutlich gekürzten Mittel für den Straßenbau durchgehen wird. Er werde sich im Verkehrsausschuß dafür einsetzen, daß die Ortsumgehung 2001 in Angriff genommen werden könne. Daß die Signale jetzt auf Grün stünden, führe er auch auf die konzertierte Aktion über Parteigrenzen hinweg im April 1997 beim damaligen Parlamentarischen Staatssekretär Manfred Carstens zurück.
Auf jenem Krisengipfel, an dem neben Kues auch die Bundestagsabgeordnete Monika Heubaum, Landrat Paul Ricken, Oberkreisdirektor Josef Brüggemann, Bürgermeister Bernhard Itterbeck, Stadtdirektor Max Hoppe und die CDU-Ratsfrau Anneliese Pötter teilgenommen hatten, war der Kosten-Knoten durchgeschlagen worden. (Die GN berichteten.)

Pressemitteilung vom 06.11.2000

Der Städtische Chor wird mit 75 Jahren wieder jung

1925 wurde der Vorläufer des Städtischen Chores Neuenhaus e.V., der Männergesangverein Eintracht Neuenhaus, als Gesangsabteilung im TuS Neuenhaus gegründet. In diesem Jahr feiert er deshalb sein 75-jähriges Bestehen. Der Chor hat im Laufe der Zeit viele Höhen und Tiefen erlebt, seinen Probenbetrieb während des Krieges einstellen müssen, weil die Aktiven überwiegend eingezogen worden waren, sich aus Mangel an sangesfreudigen Männern zu einem gemischten Chor verändert, unter Dirigenten wie Frau Helga Riese und Vorsitzenden wie Heinrich Diekmann, der viele Jahre auch Bürgermeister unserer Stadt war, Blütezeiten erlebt und das kulturelle Leben in Neuenhaus wesentlich mitbestimmt.
Im Moment macht der Verein wieder eine Umbruchphase durch. Nachdem wir im Jahr 1997 einen neuen Chor in unserem Verein gegründet hatten, der mit Billigung aller Mitglieder im vergangenen Jahr mit dem schon länger bestehenden zusammengelegt wurde, ist ein Klangkörper entstanden, der aus ca 45 Mitliedern besteht, die relativ regelmäßig zu den Proben kommen. Sie kommen inzwischen nicht nur aus der Stadt Neuenhaus, sondern auch aus Lage, Halle, Gölenkamp, Nordhorn, ja eine Sängerin macht sich sogar jede Woche aus Schüttorf auf den Weg zu uns. Dieser Chor will mit einem neuen, jungen Dirigenten (Ralf Ludewig, 32 Jahre alt) neue Akzente setzen. Einige Sänger, die seit vielen Jahren dabei sind, müssen sich jetzt daran gewöhnen, dass viele Lieder, besonders die aus dem POP-Bereich, auf Englisch gesungen werden. Auch hat die Stimmbildung unter dem neuen Dirigenten, der gleichzeitig Gesang an der Musikschule unterrichtet und ausgebildeter Logopäde ist, einen viel höheren Stellenwert als es viele Sänger gewohnt waren. Wir sind, wie man an dem Altersdurchschnitt und an den bisherigen Leistungen sehen kann, auf einem guten Weg und brauchen den Vergleich mit den anderen Chören im Deutschen Sängerbund nicht zu scheuen. Nach den letzten Konzerten haben wir spontan neue, junge Mitglieder hinzugewonnen. Was dem Chor jedoch noch fehlt, sind jüngere Männerstimmen, vor allen Dingen im Tenor. Besonderen Wert legen wir auf die Zusammenarbeit mit der Musikschule. Obwohl wir mit Profis wohl nie werden mithalten können, haben wir doch den Anspruch eines guten Laienchores.
Der Städtische Chor Neuenhaus e.V. wird sich, seinem Namen gemäß, auch weiterhin mit seinen Auftritten zum Volkstrauertag oder zu anderen Gelegenheiten in den Dienst der Öffentlichkeit stellen. Darüber hinaus geben wir unsere Jahreskonzerte und feiern jeweils am Samstag vor dem 1.Advent unser Stiftungsfest, unseren Geburtstag, zu dem die Neuenhauser Bevölkerung auch in diesem Jahr wieder herzlich eingeladen ist. Wer Lust hat, in unserem Verein mitzusingen, kann am Dienstag um 20.15 Uhr in der Musikschule zum Schnuppern vorbeischauen, ohne sofort Mitglied werden zu müssen. Alle sangesfreudigen Mitbürger sind gerne gesehen. Für Nachfragen steht jedes Chormitglied zur Verfügung, auch unser Vorsitzender: Wolfgang Ledebur, Kranichring 18, 49828 Neuenhaus, Tel 8971, Fax 8979.

Auszug aus unserer Zeitung "CDU aktuell" Ausgabe August 2000.
Die vollständige Ausgabe "CDU aktuell" (mit allen Bildern)
zum Download im PDF-Format: 4 Seiten, 465 kb