Kues: Ortsumgehung jetzt nicht aus den Fingern gleiten lassen

Neuenhaus/Berlin.-Das Aufrechterhalten der Klage des NABU gegen die Verwirklichung der Ortsumgehung Neuenhaus gemäß des Planfeststellungsbeschlusses hält der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues für einen Akt der Selbstbeschädigung des NABU und sei ein Wermuthstropfen in der Freude über die zugesagten Mittel aus Berlin. Er untergrabe zudem die Bereitschaft des Bundes, Geldmittel für Straßenbauvorhaben bereitzustellen, die noch nicht bis ins letzte gerichtsfest gemacht seien.
Mit einer solchen Politik beschädige der NABU sein in Naturschutzfragen anerkanntes Image, meint der Unionspolitiker. Es werfe auch kein gutes Licht auf die Region, wenn parteiübergreifend in Neuenhaus mit Unterstützung der Bundestagsabgeordneten der Region jahrelang intensiv um die Verwirklichung der Umgehung gekämpft werde, wenn gleichzeitig nach wie vor Querschüsse die Bemühungen untergräben. Die CDU-Fraktionsvorsitzende im Neuenhäuser Rat, Annelies Pötter, bedauerte, daß man sich zwar in der Stadt über alle Fraktionen einig sei, die Ortsumgehung so zu bauen, wie das Projekt jetzt planfestgestellt sei, daß aber von außen mittels Verbandsklage versucht werde, dies zu verhindern. Es sei zwar richtig, daß der Baubeginn durch die Klagen nicht verzögert werden könne, aber wer baut schon gern unter Vorbehalt. Beide Politiker gaben sich zuversichtlich, dass die zuständigen Behörden das Rückgrat hätten, "den Kopf hinzuhalten" für das gewisse Restrisiko. Die Signale, die er, Kues, aus dem Straßenbauamt erhalten habe, stützten diese Zuversicht. Noch sei das Geld nicht vom Bund bereitgestellt, denn die Zustimmung des Parlaments zum Haushaltsplan von Verkehrsminister Klimmt stehe noch aus. Er gehe aber davon aus, daß der Haushalt letztlich trotz der unterm Strich deutlich gekürzten Mittel für den Straßenbau durchgehen wird. Er werde sich im Verkehrsausschuß dafür einsetzen, daß die Ortsumgehung 2001 in Angriff genommen werden könne. Daß die Signale jetzt auf Grün stünden, führe er auch auf die konzertierte Aktion über Parteigrenzen hinweg im April 1997 beim damaligen Parlamentarischen Staatssekretär Manfred Carstens zurück.
Auf jenem Krisengipfel, an dem neben Kues auch die Bundestagsabgeordnete Monika Heubaum, Landrat Paul Ricken, Oberkreisdirektor Josef Brüggemann, Bürgermeister Bernhard Itterbeck, Stadtdirektor Max Hoppe und die CDU-Ratsfrau Anneliese Pötter teilgenommen hatten, war der Kosten-Knoten durchgeschlagen worden. (Die GN berichteten.)

Pressemitteilung vom 06.11.2000

Der Städtische Chor wird mit 75 Jahren wieder jung

1925 wurde der Vorläufer des Städtischen Chores Neuenhaus e.V., der Männergesangverein Eintracht Neuenhaus, als Gesangsabteilung im TuS Neuenhaus gegründet. In diesem Jahr feiert er deshalb sein 75-jähriges Bestehen. Der Chor hat im Laufe der Zeit viele Höhen und Tiefen erlebt, seinen Probenbetrieb während des Krieges einstellen müssen, weil die Aktiven überwiegend eingezogen worden waren, sich aus Mangel an sangesfreudigen Männern zu einem gemischten Chor verändert, unter Dirigenten wie Frau Helga Riese und Vorsitzenden wie Heinrich Diekmann, der viele Jahre auch Bürgermeister unserer Stadt war, Blütezeiten erlebt und das kulturelle Leben in Neuenhaus wesentlich mitbestimmt.
Im Moment macht der Verein wieder eine Umbruchphase durch. Nachdem wir im Jahr 1997 einen neuen Chor in unserem Verein gegründet hatten, der mit Billigung aller Mitglieder im vergangenen Jahr mit dem schon länger bestehenden zusammengelegt wurde, ist ein Klangkörper entstanden, der aus ca 45 Mitliedern besteht, die relativ regelmäßig zu den Proben kommen. Sie kommen inzwischen nicht nur aus der Stadt Neuenhaus, sondern auch aus Lage, Halle, Gölenkamp, Nordhorn, ja eine Sängerin macht sich sogar jede Woche aus Schüttorf auf den Weg zu uns. Dieser Chor will mit einem neuen, jungen Dirigenten (Ralf Ludewig, 32 Jahre alt) neue Akzente setzen. Einige Sänger, die seit vielen Jahren dabei sind, müssen sich jetzt daran gewöhnen, dass viele Lieder, besonders die aus dem POP-Bereich, auf Englisch gesungen werden. Auch hat die Stimmbildung unter dem neuen Dirigenten, der gleichzeitig Gesang an der Musikschule unterrichtet und ausgebildeter Logopäde ist, einen viel höheren Stellenwert als es viele Sänger gewohnt waren. Wir sind, wie man an dem Altersdurchschnitt und an den bisherigen Leistungen sehen kann, auf einem guten Weg und brauchen den Vergleich mit den anderen Chören im Deutschen Sängerbund nicht zu scheuen. Nach den letzten Konzerten haben wir spontan neue, junge Mitglieder hinzugewonnen. Was dem Chor jedoch noch fehlt, sind jüngere Männerstimmen, vor allen Dingen im Tenor. Besonderen Wert legen wir auf die Zusammenarbeit mit der Musikschule. Obwohl wir mit Profis wohl nie werden mithalten können, haben wir doch den Anspruch eines guten Laienchores.
Der Städtische Chor Neuenhaus e.V. wird sich, seinem Namen gemäß, auch weiterhin mit seinen Auftritten zum Volkstrauertag oder zu anderen Gelegenheiten in den Dienst der Öffentlichkeit stellen. Darüber hinaus geben wir unsere Jahreskonzerte und feiern jeweils am Samstag vor dem 1.Advent unser Stiftungsfest, unseren Geburtstag, zu dem die Neuenhauser Bevölkerung auch in diesem Jahr wieder herzlich eingeladen ist. Wer Lust hat, in unserem Verein mitzusingen, kann am Dienstag um 20.15 Uhr in der Musikschule zum Schnuppern vorbeischauen, ohne sofort Mitglied werden zu müssen. Alle sangesfreudigen Mitbürger sind gerne gesehen. Für Nachfragen steht jedes Chormitglied zur Verfügung, auch unser Vorsitzender: Wolfgang Ledebur, Kranichring 18, 49828 Neuenhaus, Tel 8971, Fax 8979.

Auszug aus unserer Zeitung "CDU aktuell" Ausgabe August 2000.
Die vollständige Ausgabe "CDU aktuell" (mit allen Bildern)
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