SPD, CDU und Grüne streben im Rat der Samtgemeinde Neuenhaus sachliche Zusammenarbeit an
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 16.11.2001
Mit einer Absage an parteipolitisch-gefärbte Auseinandersetzungen und einem Bekenntnis zur sachlichen Zusammenarbeit über Partei- und Fraktionsgrenzen hinaus hat der neue Rat der Samtgemeinde Neuenhaus am Mittwoch seine Arbeit aufgenommen.
da Georgsdorf. Unter den Augen zahlreicher bekannter Gesichter ist der neue Rat der Samtgemeinde Neuenhaus am Mittwochabend im reformierten Gemeindehaus in Georgsdorf in die neue Legislaturperiode gestartet. So verfolgten, unter anderen, die langjährigen Ratsherren Hanns-Joachim Wackermann und Bernhard Voshaar (beide CDU) und der ehemalige Ratsherr Matthias Wemker sowie Mitarbeiter der Verwaltung die konstituierende Sitzung des Gremiums, in dem die CDU seit dem 9. September dieses Jahres mit 17 der 30 Mandate die absolute Mehrheit ausbauen konnte.
Zum ersten Mal nahm auch der direkt gewählte Samtgemeindebürgermeister Johann Arends an einer Samtgemeinderatssitzung teil. Nachdem Arends bereits am 1. November offiziell seine Arbeit als Verwaltungschef im Rathaus aufgenommen hatte, musste er vor dem Samtgemeinderat den Amtseid ablegen. SPD-Ratsherrn Bernhard Itterbeck, dem mit 71 Jahren ältesten Mandatsträger, nahm Arends den Amtseid ab.
Daneben hatten die 30 Ratsmitglieder über die ehrenamtlichen Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters zu entscheiden. Mit den Stimmen der CDU und des Bündnisgrünen Ratsherren Wilfried Hille, bleibt Johanna Knorr aus Georgsdorf Erste stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin. Die elf anwesenden SPD-Fraktionsmitglieder enthielten sich. Dasselbe Abstimmungsergebnis erzielte Hindrik Bosch aus Lage als zweiter Stellvertreter. Knorr bekleidet zudem das Amt der Ratsvorsitzenden, die die Sitzungen leitet. Ihr Stellvertreter ist der CDU-Politiker Johann Scholten aus Georgsdorf.
In seiner Antrittsrede als neuer CDU-Fraktionschef nannte Bosch danach die wichtigsten Aufgaben für den Samtgemeinderat in der kommenden Legislaturperiode. Die CDU strebe eine sparsame Haushaltsführung an mit dem langfristigen Ziel, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, sagte Bosch.
Ferner wollen sich die Christdemokraten nach den Worten ihres Fraktionschefs für die Sanierung der Schulküche in Neuenhaus einsetzen und für eine bessere Ausstattung der Schulen sorgen. Bosch äußerte sich erfreut darüber, dass die Ortsfeuerwehr Neuenhaus wahrscheinlich im kommenden Frühjahr in die ehemaligen Hallen der Bentheimer Eisenbahn umziehen könne.
Als eine wichtige Zukunftsaufgabe für die Samtgemeinde Neuenhaus bezeichnete Bosch zudem die Koordinierung der Aktivitäten im Bereich des Fremdenverkehrs mit den Nachbargemeinden. Mit der bald beginnenden Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans sollen frühzeitig die Interessen der Kommunen mit denen der Landwirtschaft abgestimmt werden.
Bosch, der den Fraktionsvorsitz von Paul Mokry übernommen hat, bot dem Bündnisgrünen Ratsherren Wilfried Hille und der SPD Zusammenarbeit im Rahmen einer sachlicher Diskussion an.
Im Namen der SPD-Fraktion äußerte deren Sprecher Arno Schupe den Wunsch, dass parteipolitische Auseinandersetzungen im Samtgemeinderat keine Rolle spielen sollten. Die SPD strebe keine Oppositionsrolle an. "Wir wünschen uns einen Wettkampf der Ideen", so Schupe. Eine sachliche Zusammenarbeit bot Schupe neben der CDU und dem Bündnisgrünen Wilfried Hille auch dem neuen Bürgermeister Johann Arends an. "Der Wahlkampf ist zuende", so Schupe abschließend.
An ihrer ersten Ratssitzung nahmen teil, für die CDU Charlotte Brenner, Karl Fryling, Harm Hoppen, Egbert Maatmann, Gerd Plescher und Johann Scholten, sowie für die SPD Pieter de Nie und Josef Luzius. Die ausgeschiedenen Samtgemeinderatsmitglieder waren bereits vor einigen Wochen im Rahmen einer Feierstunde im Alten Rathaus in Neuenhaus verabschiedet und geehrt worden.
Dem Samtgemeindeausschuss, dem wichtigsten Gremium nach dem Samtgemeinderat, gehören für die CDU Johanna Knorr, Hindrik Bosch, der stellvertretende Fraktionschef Ralf Pötter, Johann Diekjakobs, Hermann Berends sowie, kraft Amtes, Johann Arends an. Die SPD entsendet Arno Schupe, die stellvertretende Fraktionschefin Renate Berens und Bernhard Itterbeck. Bei der Benennung der Stellvertreter überließ die CDU dem Bündnisgrünen Wilfried Hille einen ihrer Posten. Ferner entschied sich Hille für einen beratenden Sitz im Schulausschuss.
Arends versprach in seiner Antrittsrede, er werde ein offenes Ohr für die Sorgen und Wünsche der Einwohner auch bei kleinen Dingen haben. Er werde sich trotz knapper Mittel dafür einsetzen, dass die Samtgemeinde ihrer Ausgleichsfunktion für die Mitgliedsgemeinden gerecht werde. "Auf die Dauer auf Bedarfszuweisungen angewiesen zu sein, ist fatal", so Arends, der ankündigte, eine in der Verwaltung frei gewordene Stelle nicht mehr neu zu besetzen, um Kosten zu sparen. Alle Ratsmitglieder forderte er auf: "Sagen Sie mir, wenn Sie den Eindruck haben, dass ich eine Seite begünstige."
CDU-Fraktionen in Stadt und Samtgemeinde Neuenhaus wählten Fraktionsvorstände und nominierten Bürgermeisterkandidaten
Neuenhaus. Die CDU-Fraktionen in Stadt und Samtgemeinde Neuenhaus kamen jüngst zu ihren ersten Sitzungen zusammen und wählten die Fraktionsvorstände und nominierten die Bürgermeisterkandidaten.
Als Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion wurde Annelies Pötter wiedergewählt. Ihr Stellvertreter bleibt Fritz Lambers. Als Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin der Stadt Neuenhaus nominierte die CDU-Stadtratsfraktion – die im künftigen Neuenhauser Stadtrat über 13 von 25 Sitzen verfügt – die 39jährige Charlotte Brenner. Erster stellvertretender Bürgermeister soll Paul Mokry aus dem Ortsteil Veldhausen werden. Für die Position der zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin wird die CDU-Fraktion Annelies Pötter vorschlagen.
Neuer Vorsitzender der 17-köpfigen Fraktion der CDU in der Samtgemeinde Neuenhaus ist Hindrik Bosch aus der Gemeinde Lage. Zu seinem Stellvertreter wurde Ralf Pötter aus Neuenhaus gewählt. Für die Position der ersten stellvertretenden Samtgemeindebürgermeisterin schlägt die CDU-Fraktion Johanna Knorr aus Georgsdorf zur Wiederwahl vor. Ebenfalls zur Wiederwahl schlägt die CDU-Fraktion den zweiten stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister Hindrik Bosch vor.
Erfolg für Johann Arends und die CDU
Die CDU hat bei den Kommunalwahlen in Neuenhaus deutliche Gewinne erzielt. Ihr Kandidat für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters Johann Arends hat bereits im ersten Wahlgang die notwendige absolute Mehrheit erreicht.
Im Rat der Stadt Neuenhaus stellt die CDU künftig 13 von 25 Ratsmitgliedern.
Im Rat der Samtgemeinde Neuenhaus stellt die CDU künftig 17 von 30 Ratsmitgliedern und den Samtgemeindebürgermeister.
Die Ergebnisse und die gewählten Ratsmitglieder finden Sie hier.
Neuenhauser CDU weist Vorwürfe der SPD zurück
Neuenhaus. Die Neuenhauser CDU weist die Vorwürfe der Sozialdemokraten an der Kandidatur von Johann Arends für den Stadtrat Neuenhaus zurück. Aber wir freuen uns, dass scheinbar auch die SPD davon ausgeht, dass Johann Arends hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister wird, so der stellv. CDU-Ortsvorsitzende Ralf Pötter, anders könne er sich die Kritik nicht erklären.
Es sei richtig dargestellt, dass Johann Arends das Mandat im Stadtrat im Fall seiner Wahl zum Samtgemeindebürgermeister nicht annehmen könne. Das Ziel von Johann Arends sei eindeutig Samtgemeindebürgermeister zu werden. Die Entscheidung darüber treffen aber die Bürgerinnen und Bürger in der Samtgemeinde Neuenhaus. Niemand könne daher vorher wissen, wie diese Wahl ausgehe.
Im übrigen weißt die CDU darauf hin, dass von den 10 Bürgermeisterkandidaten aller Parteien in Neuenhaus, Wietmarschen und Bad Bentheim insgesamt 6 auch für die Räte kandidieren, darunter auch der SPD-Bürgermeisterkandidat in Wietmarschen. Die Neuenhauser CDU hätte keine Einwände gegen eine Ratskandidatur des SPD-Bewerbers gehabt. „Wir freuen uns über jeden, der auch nach den Wahlen an der Gestaltung von Neuenhaus mitarbeiten will – und nicht sagt, entweder als Samtgemeindebürgermeister – oder gar nicht", so Pötter.
Die Aufforderung der Sozialdemokraten, eine der beiden Kandidaturen zurückziehen sei lächerlich und nach dem Wahlgesetzen auch gar nicht mehr möglich.
Unverständlich ist der CDU auch die Kritik an der Listenverbindung mit den Grünen. Speziell im Rat der Stadt Neuenhaus habe sich in den letzten Jahren eine vertrauensvolle und für Neuenhaus nützliche Zusammenarbeit der CDU-Fraktion mit den „Grünen" entwickelt. „Wenn es um eine vernünftige Politik für Neuenhaus geht, spielen Parteiprogramme keine Rolle", so Pötter. Aber selbstverständlich kandidieren CDU und Grüne auf zwei verschiedenen Listen. Im übrigen habe sich auch die SPD um eine Listenverbindung bemüht, war dabei aber in Neuenhaus nicht erfolgreich – im Gegensatz z.B. zur Gemeinde Laar, wo SPD und Grüne eine Listenverbindung eingegangen sind.
Johann Arends – aktiv als neuer Bürgermeister
Johann Arends in der Samtgemeinde Neuenhaus vorzustellen ist eigentlich nicht nötig, denn er wird dem größten Teil der Bevölkerung bekannt sein. Schließlich ist er hier geboren, zur Schule gegangen und aufgewachsen. Er hat in der Grafschaft seinen Beruf erlernt und immer hier ausgeübt. Obwohl fest hier verwurzelt, hat er sich aber unter anderem durch seine Tätigkeit im Landes- und Bundesverband der Geflügelwirtschaft eine Sichtweise bewahrt, die weit über unsere Heimat hinausgeht. So ist er nicht nur in unternehmerischer Hinsicht und in der Führung eines Unternehmens Experte, sondern auch mit den Problemen der Landwirtschaft bestens vertraut.
In den zwölf Jahren seiner Zugehörigkeit zum Kirchenrat der ev.ref. Gemeinde in Neuenhaus, seiner Zeit im Rat der Stadt, sowie als Vorsitzender unserer CDU ist er immer als kompetenter Mann empfunden worden, der Probleme gut analysiert, durchschaut und auf den Punkt bringt. Er hat bewiesen, dass er nicht nur führen sondern auch repräsentieren, argumentieren sowie in Verhandlungen eigene Positionen vertreten und durchsetzen kann. Außerdem kennt er die Probleme der Stadt und der Samtgemeinde aus langjähriger Tätigkeit genau. Er will den his-torisch gewachsenen Besonderheiten der Mitgliedsgemeinden Rechnung tragen und billigt ihnen größtmögliche Selbst-ständigkeit zu.
Gerade in Zeiten knapper Kassen ist es sinnvoll, mit Johann Arends einen Experten auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Betriebsführung auf dem Chefsessel zu haben, dem die Neuenhauser Bevölkerung vertraut, weil sie ihn schon lange kennt – vor allen Dingen auch außerhalb des Wahlkampfes, wo sich alle in die Öffentlichkeit drängen und sich in Selbstdarstellung üben. Wer Johann Arends kennt und das sind viele, weiß, er hasst lautes Getöse – er ist kein Mann für die Show. Bevor er etwas verspricht, ist er
sicher, dass er dieses Versprechen auch halten kann – sonst hält er lieber den Mund. Er ist zwar sicher im Umgang mit Menschen, aber kein Selbstdarsteller. Er ist ein Vertrauensmann der Bürger, der anpackt, dabei auf das Team setzt und seine eigene Rolle nie in den Vordergrund stellt. Er ist ein Mann, wie Neuenhaus ihn braucht! Platt proaten kan he ock.
Charlotte Brenner – Bürgermeisterin für die Stadt
Charlotte Brenner, geboren 1962 in Heidelberg, war seit 1979 in der Verwaltung des Landes Baden-Württemberg tätig, zuletzt als Regierungssekretärin. Seit 1983 ist sie mit dem Neuenhauser Ulrich Brenner verheiratet, der damals für die Firma C. Deilmann in Karlsruhe arbeitete. Ihm folgte sie vor fast 15 Jahren in die Grafschaft und hat sich hier sehr schnell eingelebt und engagiert. So ist sie vielen Neuen-hausern bekannt durch ihre Jugendarbeit in der katholischen Kirchengemeinde und in der Stillgruppe. In der Frauen Union ist sie Ortsvorsitzende, im Kreisvorstand Stellvertreterin und nebenbei bekleidet sie das Amt einer Schöffin beim Amtsgericht Nordhorn– ihre Arbeit wird allgemein anerkannt und gelobt. In unserer Stadt hat sie sich inzwischen so gut eingelebt, dass sie sagt: „Wenn ich noch einmal zu wählen hätte, ich würde mich jederzeit wieder für die Grafschaft und Neuenhaus entscheiden. Inzwischen habe ich hier Wurzeln gefasst und fühle mich sehr wohl – nur das Plattproaten bereitet mir noch etwas Schwierigkeiten." Die Neuenhauser CDU hat sich für sie als Kandidatin für das Bürgermeisteramt unserer Stadt ausgesprochen. Charlotte Brenner wird für einen frischen Wind sorgen.
• Sie hat gezeigt, dass sie bereit ist, sich zu engagieren.
• Ihr persönlicher Einsatz hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Nachmittagsgruppe im Neuenhauser Kindergarten weitergeführt wurde. Sie wird auch weiterhin nicht nur abseits stehen und zusehen, sondern anpacken, wo sie meint, dass es nötig ist.
• Ebenso engagiert sich die Mutter zweier Kinder [Jonas (11) und Lisa (14) Jahre alt] in der Elternarbeit der Schule.
• Sie bemüht sich als junge dynamische Frau immer, auf der Höhe der Zeit zu sein und zeitgemäße Lösungen für anstehende Fragen anzustreben.
Charlotte Brenner hat sich durch ihr Engagement schon in recht kurzer Zeit einen Namen gemacht. Gewinnend im Umgang mit Menschen und gewillt, sich den Aufgaben einer Bürgermeisterin mit aller Kraft zu widmen, wäre sie eine hervorragende Repräsentantin unserer Stadt – eine Imageträgerin für Neuenhaus!
Endlich: Baubeginn der Umgehungsstraße
Endlich ! Am heutigen Freitag fand der offizielle Baubeginn unserer Umgehungsstraße statt. Mit Prominenz und vielen Neuenhauser Bürgerinnen und Bürgern wurde um 11.00 Uhr offiziell mit dem Bau der Umgehungsstraße begonnen. Ein großer und wichtiger Tag für unsere Stadt Neuenhaus.
Das Foto zeigt Charlotte Brenner, CDU-Bürgermeisterkandidatin für die Stadt Neuenhaus und Johann Arends, CDU Kandidat für die Position des hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeisters.
Christdemokraten wollen in Neuenhaus die Mehrheit zurück
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 30.07.2001
da Neuenhaus. In der Samtgemeinde Neuenhaus die absolute Mehrheit der künftig 30 Mandate halten, in der Stadt Neuenhaus die absolute Mehrheit der künftig 25 Mandate zurückerobern und Johann Arends auf den Chefsessel des hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeisters bringen:
Das sind die Ziele, mit denen die Neuenhauser Christdemokraten bei den Kommunalwahlen am 9. September antreten.Johann Arends führt die Stadtratsliste auf Platz eins an. Auf Platz zwei folgt mit Charlotte Brenner die höchste Neueinsteigerin in die Kommunalpolitik. Die 38-jährige, ehemalige Regierungssekretärin bewirbt sich zudem um das Amt der ehrenamtlichen Bürgermeisterin der Stadt Neuenhaus. Von den 25 Stadtratskandidaten kandidieren zehn zum ersten Mal. Neun Neulinge gehören keiner Partei an. Von den elf CDU-Ratmitgliedern kandidieren acht erneut. Die bisherigen Ratsmitglieder Hanns-Joachim Wackermann, Bernhard Voshaar und Gerrit Knoop kandidieren nicht mehr.Am weitesten auf der Stadtratsliste nach oben ging es für Friedrich Lambers (von 10 auf 6), Wolfgang Ledebur (von 21 auf 10) und für Jan Kronemeyer (von 27 auf 14). Herunter ging es für Annelies Pötter (von 1 auf 4), Lukas Hartger (von 5 auf
und Alfred Hoppen (von 6 auf 9). Das Durchschnittsalter aller Kandidaten beträgt 45,8 Jahre. Jan Timmer ist mit 24 Jahren der jüngste, Friedrich Legtenborg mit 65 Jahren der älteste Kandidat. Frauen sind auch in Neuenhaus deutlich unterrepräsentiert. Nur vier Frauen kandidieren für die CDU um ein Stadtratsmandat.
Für einen Sitz im Rat der Samtgemeinde Neuenhaus kandidieren 33 Männer und Frauen. Darunter sind 13 neue Kandidaten. Zehn gehörten keiner Partei an. Von den derzeit zwölf der 16 Ratsmitglieder kandidieren erneut für den Samtgemeinderat. Die bisherigen Ratsmitglieder Hans-Joachim Wackermann, Bernhard Voshaar, Sinus Hoppen uns Gerrit Bangen kandidieren nicht mehr. Von den insgesamt 33 Kandidaten sind nur sechs Frauen. Das Durchschnittsalter aller Samtgemeinderatskandidaten der CDU beträgt 46,8 Jahre.Die beiden Listen für die Samtgemeinderatswahl führen Ralf Pötter (Wahlbereich 1: Neuenhaus, Grasdorf links der Vechte, Hilten Lage) und Johanna Knorr (Esche, Osterwald, Georgsdorf, Grasdorf rechts der Vechte, Veldhausen) an. Höchste Neueinsteiger sind Charlotte Brenner im Wahlbereich 1 auf dem Listenplatz fünf und Egbert Maatmann im Wahlbereich 2 auf Platz sieben.
Wahlkampfauftakt der Grafschafter CDU in Neuenhaus
Am 27.07. fand bei strahlendem Sonnenschein in Neuenhaus der Wahlkampfauftakt der Grafschafter CDU statt. Rund 250 Gäste fanden sich auf dem Platz hinter dem Alten Rathaus ein. In Form eines Familienfestes startete die Grafschafter CDU in den bevorstehenden Kommunalwahlkampf. Prominenter Gast war der CDU-Landesvorsitzende Christian Wulff.
Bilder vom Familienfest in Neuenhaus
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 30.07.2001
Mit einem „Familienfest" hinter dem Alten Rathaus in Neuenhaus haben die Grafschafter Christdemokraten am Sonnabend die „heiße Phase" des Kommunalwahlkampfes eingeläutet. Landesvorsitzender Christian Wulff und Kreisvorsitzender Friedrich Kethorn waren sich dabei einig: Die CDU habe die „besseren Leute" und werde am Wahltag erfolgreich sein.
Von Peter Zeiser / Neuenhaus. Gut drauf ist die Grafschafter CDU nach den Worten ihres Kreisvorsitzenden Kethorn. Sie habe ein gutes Wahlprogramm und eine Top-Mannschaft mit Kandidaten, die im Kreis verwurzelt seien. Außerdem könne sie für die zurückliegenden fünf Jahre eine erfolgreiche Bilanz vorweisen.
„Wir haben bewiesen, was in uns steckt", sagte Kethorn. Zur Begründung wies er unter anderem auf den Ausbau der Infrastruktur, die Konsolidierung der Kreisfinanzen und eine „glänzende" wirtschaftliche Entwicklung hin mit einer Arbeitslosenquote im Kreis von „nur" 7,8 Prozent, die nach dem Niedergang in der Textilindustrie kaum jemand für möglich gehalten habe.„Wir wollen die Grafschaft weiter entwickeln und gemeinsam gestalten. Das ist unser Programm", erläuterte der Kreisvorsitzende. Die CDU werde für die Grafschaft kämpfen und die Ärmel aufkrempeln. Sie wolle insbesondere dafür sorgen, dass die Wirtschaft neue Arbeitsplätze schaffen könne – und das im ganzen Kreisgebiet. Kethorn zeigte sich überzeugt davon, dass seine Partei ihr Wahlergebnis von 1996 verbessern und im Kreis die absolute Mehrheit erringen werde. Auch künftig werde die CDU den Landrat stellen, was sie in der Nachkriegszeit 50 Jahre lang getan habe.
Topgast beim Wahlkampfauftakt der Christdemokraten war der niedersächsische Oppositionsführer und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Christian Wulff. Unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt" startete er am Sonnabend seiner „Sommertour" durch Niedersachsen. Nach seiner Feststellung hat die Grafschafter CDU die besseren Leute mit den richtigen Antworten auf die zu lösenden Probleme. Dem Wahltag könne sie mit großem Optimismus entgegensehen. Ihre bisherigen Leistungen könnten sich sehen lassen. Die CDUhabe sich vor Ort energisch für die Stärkung der einzelnen Kommunen, der Familien und Institutionen eingesetzt.„Die Kreise und Kommunen sollte man arbeiten lassen und sie finanziell handlungsfähig erhalten", meinte Wulff und nahm fortan die Landesregierung und auch die Bundesregierung ins Visier seiner Kritik. Nirgendwo würden die Städte und Gemeinden „so miserabel" behandelt wie in Niedersachsen. Missstände gebe es auch in der Bildungspolitik. Hannover müsse dringend junge und zusätzliche Lehrkräfte schicken, um dem Unterrichtsausfall an den Schulen zu begegnen. Zudem müssten weitere Polizisten eingestellt werden.Eine faire Gleichbehandlung der ländlichen Räume durch Hannover und Berlin könne man auch in der Grafschaft erwarten, sagte Wulff weiter. Dabei kritisierte er insbesondere, dass dieser Region Infrastruktureinrichtungen bei der Bundeswehr genommen würden, die Bevölkerung aber weiterhin durch den von der Bundesluftwaffe übernommenen Bombenabwurfplatz Nordhorn-Range belastet werde. „Das ist eine heulende Ungerechtigkeit." Entwicklungspotenziale lägen gerade auf dem Land, fuhr der Politiker fort. Hier müssten die Menschen Arbeit und Ausbildung finden können. Das gehe aber nur mit mehr Wirtschaftswachstum, das überall in Europa höher sei als in Deutschland. In der Wirtschaftspolitik mache die Bundesregierung einen Fehler nach dem anderen. Ungerecht sei auch die Steuerpolitik. Dadurch komme es zu weniger Selbständigkeit, zu weniger Mittelstand und zu weniger Beschäftigung. Die Landes- und Bundespolitik sollte Wulff zufolge die erfolgreiche Politik vor Ort nicht stören: „Machen Sie Ihr Ding, Sie haben die Wachstumspotenziale", rief er den Grafschafter Christdemokraten zu. Es dürfe nicht sein, dass Niedersachsen weiter Bevölkerung an andere Bundesländer verliere. Deswegen sei es wichtig, dass den Menschen vor Ort eine Perspektive geboten werde.
Unter der Überschrift „Zu Hause fängt die Zukunft an – Gemeinsam unsere Grafschaft gestalten!" steht das Programm der Grafschafter CDU für die kommende Wahlperiode. Entsprechend lautete auch das Motto für das Familienfest, das durch Talkrunden mit dem Landratskandidaten Paul Ricken aus Uelsen und den Kandidaten fürs hauptamtliche Bürgermeisteramt in Neuenhaus und Wietmarschen, Johann Arends und Alfons Eling, aufgelockert wurde. Ricken sagte dabei, die Grafschaft habe ein riesiges Wählerpotenzial – auch ein nicht genutztes. Wenn sie es ausschöpfen könne, werde sie im Kreis die absolute Mehrheit erreichen.
Für den musikalischen Rahmen sorgte das Duo „Mr. Sax & The Giant". Um ihre Arbeit zu würdigen, waren zu dem Fest auch Frauen und Männer eingeladen, die sich in verschiedenen Einrichtungen, Vereinen und Verbänden ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen. Christian Wulff begrüßte dies ausdrücklich: „Ohne sie wäre die Lebensqualität nicht so, wie sie ist".
Aufbau eines Eisenbahnmuseums
Die CDU begrüßt die Sanierung des ehemaligen Ringlokschuppens im früheren Bahnbetriebswerk Neuenhaus der Bentheimer Eisenbahn.
Der Grafschafter Modelleisenbahnclub Graf MEC will das Betriebswerk zu einem Eisenbahnmuseum umgestalten. Die CDU wird sich dafür einsetzen, daß Stadt und Landkreis dieses ehrenamtliche Engagement unterstützen und ein Eisenbahnmuseums in Neuenhaus entsteht. Im vergangenen Jahr kamen am Tag der offenen Tür mehr als 5000 Besucher.
Weitere Informationen über den Graf MEC und das geplante Eisenbahnmuseum finden Sie im Internet unter http://www.graf-mec.de